25 neue, 26 veränderte und zwölf gelöschte Fragen - der neue Klima-Fragebogen ist da. Wir laden Sie zur Diskussion im Kundenkreis am 29. März 2022 ein: Was muss der diesjährige Report berücksichtigen. Wie ordnen Sie das für sich ein? Und wie nutzen Sie all das intern und extern für Ihr Unternehmen?

Die Biodiversitätsfragen werden erst in den kommenden Jahren scoring-relevant. Wer aber nun rastet, der rostet: Denn Biodiversität ist neben Daten zum Wasser-Management (CDP Wasser!) ein wichtiger Baustein in der entstehenden EU-(Umwelt)Taxonomie, die schon für das Jahr 2023 eine Dokumentation des Ist-Zustands verlangen wird. Den CDP-Bericht als Vorbereitung zu nutzen, ist also klug.

Wer noch seinen Transitionsplan entwickelt oder über Klimaziele nachdenkt – künftig eine fortlaufende Aufgabe! –, der sollte die erweiterten Abfragen beachten.

Dazu verlangt das Format die Veröffentlichung von Finanzzahlen, die eine Ausrichtung an den Paris-Zielen dokumentieren, ausgabe- aber auch einnahmeseitig. Zu eigenen CO2- und Grünenergiezielen wird die Abfrage ebenfalls fordernder: Wie verteilen sich Emissionen auf die Scopes 1 bis 3 im Ziel-Bilanzraum? Welche Maßnahmen zahlen konkret auf die Erfüllung der gesetzten Ziele ein? Der Rückblick hierbei wie auch der Ausblick (Planung!) sollte erläutert werden. Bei Grünstrom bzw. „low carbon energy“-Zielen sind zudem nur noch absolute Ziele möglich, stets ergänzt um prozentuale Angaben.

Um den Net-Zero-Zielen gerecht zu werden, wird auch nach konkreten Planungen und Investitionen (near-term!) gefragt sowie nach geplanten Minderungen jenseits der eigenen Wertschöpfungskette.

Wichtige Auswirkungen dürfte auch die veränderte Definition von „low carbon products“ haben. Künftig gilt der explizite Einbezug des kompletten Lebenszyklus in die Betrachtung und das Ausschlusskriterium, wonach ein so klassifiziertes Produkt (mit seinen Residualemissionen) nicht dauerhaft dem Net-Zero-Ziel entgegenstehen darf. Ergo: Nicht nur in der EU-Taxonomie stellen sich solche, teils schwierige Fragen ein.

Wenn man diese und weitere Änderungen zusammen betrachtet, etwa zur Abfrage der Emissions- und Energiedatenerfassung oder zum Engagement in der Lieferkette, wird klar, wohin der Zug rollt: Der CDP Bericht wird substanzieller, gerade auch weil er regulatorisch andockt und aktuelle Änderungen international und in der EU mitdenkt. Zugleich stärken die Änderungen insgesamt das Format als praktischen Anwendungshilfe bzw. Arbeitsmatrix für die strategische Gestaltung der Transformation.

Wir laden Sie ein!

Wie jedes Jahr diskutieren wir mit Ihnen, einer Expertin des CDP und meinen Kolleg:innen aus dem FC-Team in einem Kunden-Workshop die Dimensionen der aktuellen Änderungen. Dabei zeigen wir Ihnen auf, welche Verbindungen zu anderen Berichtspflichten bestehen (CSRD/ Taxonomie), welche antwortstrategischen Optionen und Elemente wichtig werden (etwa CDP-Wasser-Reporting, SBT-Zielsetzungen, TCFD-Reporting), wie Sie diese Aufgaben systematisch und ohne Überforderung angehen, einbetten und effektiv nutzen für die langfristige Dekarbonisierung Ihres Geschäftsmodells (Roadmap).

Weitere Informationen zum Webinar „FutureCamp Kunden-Event CDP 2022“ am 29. März 2022 von 14:30-16:15 Uhr finden Sie hier auf unserer Website.

Autor: Daniel Scholz
Tags:  CDP


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