Energieeffizienz: Neue Fördermöglichkeiten auch für Nicht-KMUs

nach Art der Förderung. Zudem bestehen unterschiedliche Voraus­setzungen, um förder­fähig zu sein. Auch die Frage: "Wieviel Förder­gelder bekomme ich denn eigentlich?", stellen sich viele Unter­nehmen. Diese ist nicht immer sofort leicht zu beantworten.


Die Darstellungen und Beispiele sollen hierfür eine erste Hilfe­stellung geben.

Die in der Grafik dargestellten Förder­programme sind nach der Art des Zuschusses geordnet. Anzumerken ist, dass das Marktan­reiz­programm (MAP) sowie das Anreiz­programm Energie­effizienz (APEE) je nach Art des Vorhabens von unter­schiedlichen Trägern gefördert werden und somit auch in der Grafik zweimal dargestellt sind. Kleine erneuerbare Heizungs­anlagen werden durch Investitions­zuschüsse des Bundes­amts für Wirtschaft und Ausfuhr­kontrolle und große gewerbliche Anlagen (z. B. Heiz­kraftwerke) durch ein KfW-Darlehen mit Tilgungs­zuschüssen gefördert.

Die Grenze der Mindestinvestitionen von 100.000 Euro wurde gewählt, da einige Programme hohe Investitionen voraussetzen, damit das Vorhaben einen Förder­anspruch hat. Je nach Programm variieren diese Mindest­investitionen stark und sind nicht immer gefordert. Ein Beispiel stellt die Förderung von Querschnitts­technologien dar, bei denen Maß­nahmen ab 2.000 Euro gefördert werden; "STEP up!" dagegen fordert Mindest­investitionen von mehr als 100.000 Euro. Beim MAP wiederum sind solche Unter­grenzen nicht gefordert.


Beispielrechnungen:

Die Förderung durch "STEP up!" gewährt einen Zuschuss zu den Investitions­mehrkosten, die durch den Einsatz hoch­effizienter Technologien im Vergleich zu Standard­technologien verursacht werden.
Entscheidet sich Ihr Unternehmen eine Altanlage durch eine solche neue hoch­effiziente Anlage zu ersetzen, können diese Investitions­mehrkosten bis zu 30 % durch "STEP up!" finanziert werden. Wie in der folgenden Grafik dargestellt, ergibt sich eine Förderhöhe von 30.000 Euro bei 100.000 Euro Mehrkosten.

- Standardanlage: 250.000 Euro
- Investitionskosten Hocheffizienzanlage: 350.000 Euro
- Investitionsmehrkosten: 100.000 Euro
- Förderhöhe: 30.000 Euro

Diese Förderhöhe ist zudem die Untergrenze dieses Förder­modells und bedeutet somit, dass erst ein Vorhaben, welches mindestens Mehrkosten von 100.000 Euro verursacht, förderfähig wird. Dieses Vorhaben muss zudem das Kriterium des Kosten-Nutzen-Werts erfüllen, um wettbewerbs­berechtigt zu werden.

Nehmen wir an, die neue Anlage bringt Strom­einsparungen von 40.000 kWh pro Jahr und hat eine Mindest­laufzeit von 8 Jahren. Somit ergibt sich eine Gesamt­einsparung von 320.000 kWh gegenüber einer Standard­anlage. Daraus ergibt sich ein Kosten-Nutzen-Wert von 0,09 EURO/kWh. Das Vorhaben ist somit wett­bewerbsfähig (derzeitiger Grenzwert < 0,10 EURO/kWh). Der Antragssteller kann wählen, ob er mit dieser maximal möglichen Förder­höhe an der Ausschreibung teilnimmt bzw. alternativ mit einer geringeren beantragten Förder­quote die Erfolgs­chancen bei der Ausschreibung erhöht.

In diesem dargestellten Beispiel ergibt sich ein Förderzuschuss von max. 9 % in Bezug auf die Gesamt­investition. Siehe bitte auch Abbildung "Beispielhafte Förder­höhe bei STEP up!"


Das Förderprogramm zum Einsatz hocheffizienter Querschnitts­technologien fördert demgegenüber 20 % (bei Nicht-KMUs) der Netto­gesamt­investitionskosten (einschließlich Neben­kosten von bis zu 30 % der Investitions­kosten). Die Förderhöchstgrenze liegt hier jedoch bei 30.000 EURO und ist somit deutlich geringer als bei STEP up!, welches Einzel­maßnahmen mit bis zu 250.000 EURO oder sogar 1,5 Mio. Euro fördert. In dem unten dargestellten Beispiel sind die Gesamt­investitionen von 95.000 Euro inkl. der 15.000 Euro Nebenkosten (19 % der Investitionskosten und somit Erfüllung der Voraussetzung) förderfähig. Somit beträgt die Förder­summe 19.000 Euro (20 % der Gesamtinvestitionen).
Siehe bitte auch Abbildung "Beispielhafte Förderhöhe bei Querschnitts­technologien"

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